ZWEI SELBSTREAKTIONS-SPANNBETTEN MIT 1.500 TONNEN FÜR DIE VOR-ORT-PRODUKTION VON WEITSPANNTRÄGERN FÜR DIE AUTOBAHN A8 IN RUMÄNIEN

Facebook
Twitter
LinkedIn
WhatsApp
Email

Zwei selbstreaktionsfähige Spannbettanlagen mit einer Kapazität von jeweils 1.500 Tonnen, die an unseren Kunden geliefert wurden, ermöglichen die Herstellung von vorgespannten Trägern mit einer Länge von bis zu 40 Metern und einem Gewicht von bis zu 90 Tonnen direkt entlang des Baukorridors des Abschnitts Târgu Mureș – Miercurea Nirajului im westlichen Teil der zukünftigen Autobahn A8, einem der strategisch wichtigsten Straßeninfrastrukturprojekte Rumäniens.

Die Autobahn A8, auch bekannt als „Autostrada Unirii“, ist eine prioritäre Achse im nationalen und europäischen Infrastrukturplan. Sie verbindet die Regionen Siebenbürgen und Moldau über einen Ost-West-Korridor, der in das TEN-T-Verkehrsnetz integriert ist. Der erste Projektabschnitt mit einer Länge von rund 24,40 km zwischen Târgu Mureș und Miercurea Nirajului – einschließlich einer 2,4 km langen Anbindung an die Autobahn A3 – weist aufgrund der Vielzahl an Bauwerken und des überwiegend hügeligen Geländes mit zahlreichen Querungen von Nebenstraßen einen hohen technischen Schwierigkeitsgrad auf.

Vor diesem Hintergrund ist die lokale Herstellung von Weitspannträgern entscheidend, um den Bauzeitplan einzuhalten und gleichzeitig die strukturelle Qualität der zahlreichen Viadukte des Korridors sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird ein Hochleistungs-Vorspannsystem installiert, das die Vor-Ort-Fertigung großformatiger Fertigteile ermöglicht.


Technische Merkmale der selbstreaktiven Spannbettanlage (1.500 T)

Die gelieferten selbstreaktiven Spannbettanlagen wurden für die hohen Anforderungen an Festigkeit, Präzision und Wiederholgenauigkeit bei schweren Infrastrukturbauwerken ausgelegt. Die Konfiguration umfasst:

  • Selbstreaktive Tragstruktur, 92 m lang, ausgelegt zur Aufnahme hoher Reaktionskräfte

  • Hydraulisches Gießbett, 85 m lang und 3,8 m breit, geeignet für Bauteile mit großen geometrischen Variationen

  • Austauschbare Unterplatten mit 950 mm und 500 mm Höhe zur Herstellung unterschiedlicher Trägertypen

  • Aktive und passive Spannköpfe mit einer kombinierten Reaktionskapazität von 1.500 Tonnen

  • Hydraulische Entspannvorrichtung für kontrollierte und sichere Prozesse

  • Seitenschalungen für großformatige I-Träger

  • Ergänzende Systeme für Spannen, Betonieren und Entspannen innerhalb eines starren und rückverfolgbaren industriellen Produktionszyklus

Mit dieser Ausrüstung können Träger mit einer Länge von 40 m, einer Höhe von 1,8 m und einem Gewicht von rund 100 Tonnen hergestellt werden – essenzielle Fertigteile zur Realisierung der Viadukte und zur Sicherstellung einer robusten und wiederholbaren Tragwerkslösung entlang des Streckenverlaufs.


Vor-Ort-Produktion: Logistische Effizienz und verkürzte Bauzeiten

Die Spannbettanlagen werden in Acațari, direkt auf der Baustelle, installiert. Diese Entscheidung ist ein wesentlicher Faktor zur Kostenoptimierung und Reduzierung der Bauzeit. Die Vor-Ort-Produktion großformatiger Träger macht den Spezialtransport von Elementen mit Längen über 40 m über öffentliche Straßen überflüssig und:

  • reduziert die Logistikkosten erheblich

  • minimiert Risiken beim Transport schwerer Bauteile

  • ermöglicht eine Produktion exakt im Takt des Baufortschritts

  • verbessert die Rückverfolgbarkeit und Maßhaltigkeit jedes Bauteils

Die unmittelbare Nähe der Produktion zur Baustelle gewährleistet eine kontinuierliche Versorgung und verhindert Engpässe beim Bau der Viadukte – einem der kritischsten Bestandteile des Projekts.


Modularität und Umsetzbarkeit des Systems

Ein wesentliches Merkmal der 1.500-Tonnen-Spannbettanlagen ist ihr modularer Aufbau aus ca. 12,5 m langen Segmenten, die mit hochfesten Schraubverbindungen montiert werden. Dieses Konzept ermöglicht:

  • den Transport der Module auf Standard-Lkw ohne Sondertransporte

  • die Montage der Anlage direkt auf der Baustelle

  • den Rückbau nach Abschluss eines Bauabschnitts

  • die Wiederinstallation an einem anderen Punkt des A8-Korridors oder bei zukünftigen Projekten

Nach Fertigstellung der Träger für Abschnitt I wird die Anlage demontiert und an einen neuen Standort verlagert – ein klares Beispiel für die betriebliche Flexibilität, die bei großen linearen Infrastrukturprojekten erforderlich ist.


Bedeutung des Projekts innerhalb der Autobahn A8

Nach Angaben des Hauptauftragnehmers umfasst das Projekt:

  • 24,4 km neue Autobahn

  • 30 Fertigteilbrücken mit einer Gesamtlänge von über 2.500 m

  • 2 zusätzliche Stahlbrücken

  • Unterführungen, Knotenpunkte, Rastanlagen und Wartungszentren

Die Vielzahl an Bauwerken erzeugt einen kontinuierlichen Bedarf an vorgespannten Trägern – ein Schlüsselelement für den parallelen Fortschritt mehrerer Bauabschnitte. Der Einsatz industrialisierter Lösungen wie Vor-Ort-Spannbettanlagen beschleunigt den Bauprozess, ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit zu machen.


Ein Schlüsselprojekt für die regionale Konnektivität

Die Autobahn A8 ist ein prioritäres Vorhaben im nationalen Entwicklungsplan. Sie wird voraussichtlich:

  • die Reisezeiten zwischen den Regionen deutlich verkürzen

  • die Verkehrssicherheit auf Langstrecken verbessern

  • Handel, Logistik und interregionale Mobilität stärken

  • zu einem kohärenteren Verkehrsnetz mit besserem Zugang zur östlichen EU-Grenze beitragen

Der Einsatz selbstreaktiver Spannsysteme und lokaler Produktionslösungen steigert nicht nur die Effizienz des Bauprozesses, sondern reduziert auch den CO₂-Fußabdruck, der mit dem Transport großformatiger Fertigteile verbunden ist – im Einklang mit den europäischen Nachhaltigkeitszielen im Infrastrukturbau.


Technische Lösung und internationale Erfahrung

Der Einsatz selbstreaktiver Spannsysteme in Großprojekten wie der Autobahn A8 unterstreicht die zunehmende Bedeutung industrialisierter Bauverfahren im Ingenieurbau. Die Modularität, Reaktionsfähigkeit und Vielseitigkeit dieser Systeme ermöglichen die effiziente Herstellung von Weitspannträgern in Projekten, bei denen die Logistik eine entscheidende Rolle spielt.

In diesem Projekt wurden Engineering, modulares Design und Fertigung der Anlagen von Moldtech durchgeführt – einem Unternehmen mit umfassender internationaler Erfahrung in Vorspanntechnik und Hochleistungsanlagen für Infrastrukturprojekte auf fünf Kontinenten. Diese technische Expertise stellt dem Auftragnehmer ein leistungsfähiges Produktionswerkzeug zur Verfügung, um anspruchsvollste Anforderungen weltweit zu erfüllen.

Wünschen Sie weitere Informationen?
Kontaktieren Sie jetzt einen Experten aus unserem Team
Nach oben scrollen